Zwischen Privatsphäre und Photoshop

Warum eigentlich ein Blog?

Diese Welt erscheint einem ab und an, manchmal, ziemlich häufig ziemlich hässlich. Tagtäglich wird man förmlich bombardiert mit Nachrichten über hungernde Kinder, schmelzende Polkappen, korrupte Politiker. Menschen, die fliehen und dort, wo sie auf ein neues besseres Leben hoffen, voller Hass empfangen werden. Von Selbstmordattentaten, die Unschuldige in den Tod reißen, Witwen und Waisen hinterlassen. Von aussterbenden Tierarten, Epidemien….naja, ich denke, ihr wisst, dass man das noch ewig so fortsetzen könnte. Und genau hier setzt mein „Darum“ an. Die Welt ist ab und an, manchmal, ziemlich häufig ziemlich hässlich. Dieser Gedanke, dieser Fakt berührt und bewegt jeden von uns.

Aber es gibt genauso unglaublich viel Schönes. Warum sollte man nicht auch all die schönen Aspekte des Lebens in die Waagschale werfen? Was ich jeden Tag in den Nachrichten sehe und höre, geht mir an die Substanz. Es wühlt mich auf und lässt mich mit einem Gefühl von Wut und Hilflosigkeit zurück, wie so viele andere auch. Aber es gibt eben auch diese andere Seite, die mein Herz berührt und mich mit Glück und Kraft erfüllt. Der Grund dafür sind allem voran meine zwei Kids. Ich weiß, das klingt megakitschig…aber sie haben mich als Mensch wahnsinnig verändert. Mich gestärkt, inspiriert, mutiger und selbstbewusster gemacht. Vor etwa einem Jahr, ich war gerade schwanger mit unserer Tochter, fing ich an, Instagram für mich zu entdecken. Hier habe ich wirklich viele tolle und inspirierende Menschen (vor allem andere Mütter) kennengelernt. Allerdings stellte sich mir immer wieder die Frage: Wo zieht man die Grenze? Darf man sein Kind zeigen? Wenn ja, wieviel? Darf man über sein Kind reden? Seinen Alltag als Mutter? Wann wird es zu privat? Will ich mein Leben mit – eigentlich – völlig Fremden teilen? Welchen Nutzen ziehe ich daraus? Und welchen die anderen? Letztlich muss jeder diese Fragen für sich selber beantworten.  Ich habe mich für eine, in meinen Augen, sichere Grauzone entschieden. Ich WILL mein Leben teilen. Meinen Alltag als Mama und alles, was dazugehört. Ich will mich dafür nicht rechtfertigen und werde das auch nicht tun. Es macht mir ganz einfach Spaß. Es macht mich glücklich. Die Gesichter meiner Kinder werde ich nie komplett zeigen, genauso wenig ein akribisches Tagebuch führen. Mein Leben gehört mir, aber die Essenz möchte ich teilen, so weit, wie es für mich in Ordnung ist. Und ja, Authenzität ist mir wichtig, aber ich wende bei meinen Fotos TROTZDEM Filter an – ich bin einfach ein Ästhetikfreak.

Ich habe auch lange überlegt, ob und wie ich meinen Blog mit meinem Online Shop verknüpfe. Die Entscheidung FÜR die Verknüpfung ist die, dass ich möchte, dass ihr wisst, wer hinter den Produkten steht. Da es sich bei diesen hauptsächlich um Deko-Artikel für das Kinderzimmer handelt, fand ich diesen Entschluss naheliegend und folgerichtig. Ich bin Mama und ich LIEBE es, eine zu sein. Genauso liebe ich es, aktiv und kreativ zu sein und euch an meinen Ideen und Gedanken teilhaben zu lassen.